Herzlich willkommen auf der Internet-Seite des
Vereins Aktion Deutsche Sprache e.V.
Gegründet am 31. März 2006 in Hannover.
Wer wir sind
Am 31. März 2006 wurde in der niedersächsischen Landeshauptstadt Hannover die „Aktion Deutsche Sprache“ (ADS) gegründet. 20 interessierte Frauen und Männer, die bisher zumeist im Verein Deutsche Sprache mitgewirkt hatten, waren dem Gründungsaufruf gefolgt und wählten einstimmig einen Vorstand mit Dr. Hermann Neemann als Vorsitzendem. Zum zweiten Vorsitzenden wurde Dipl.-Ing. Walter Mehring (Laatzen), zum Schatzmeister Peter Wannemacher (Barsinghausen), zum Schriftführer und Pressesprecher Rolf Zick (Lehrte) sowie als Beisitzer Marion Reerink (Hannover), Heinrich Stracke (Hannover) und Dipl.-Ing. Uwe Th. Schwartzkopff (Hannover) gewählt.
Die Aktion Deutsche Sprache wurde am 10. Mai 2006 unter der Nr. VR 200 176 in das Vereinsregister beim Amtsgericht Hannover eingetragen.
Was wir wollen
Wir wollen die deutsche Sprache als Amts-, Kultur-, Landes- und Wissenschaftssprache erhalten, pflegen, schützen und weiterentwickeln und mit allen Mitteln gegen die Verhunzung und Vermischung der deutschen Sprache mit Anglizismen und dem Sprachmischmasch „Denglisch“ kämpfen. Daneben geht es uns auch um gutes Deutsch durch Fragen der Rechtschreibung und Grammatik.
Dazu wollen wir
- das Bewußtsein wecken, dass es sich lohnt, ein gutes Deutsch zu sprechen – ohne unnötige Anglizismen,
- dass sich die deutsche Sprache als unser wichtigstes Kulturgut gegen die Überhäufung mit Wörtern aus dem Englischen behauptet und als eigenständige Kultursprache erhalten bleibt,
- mit Taten, in Wort und Schrift dem oft sinnlosen Gebrauch englischer Wörter in der deutschen Sprache entgegenwirken,
- den Anfängen wehren, dass unsere Wissenschaft beginnt, auf Englisch zu lehren und Studienabschlüsse englisch mit Bachelor und Master bezeichnet.
Der „Sprachsalat“, den viele unserer Landsleute in der Werbung, in der Wirtschaft, in den Medien und im Kultur- und Sportbereich verbreiten, zeugt eher von Beschränktheit, auch wenn sie meinen, durch die Verwendung englischer Worte und Redewendungen weltgewandter und wichtiger zu erscheinen. Ursachen sehen wir in der Amerikabesessenheit und Globalisierungsbeflissenheit, im gestörten Nationalbewußtsein, in der übertriebenen Profilierungssucht einzelner und dem gedankenlosen Nachplappern vieler.
Neue Begriffe werden ohne Not aus dem Englischen übernommen. Es werden sogar angeblich englische Wörter „erfunden“, die es in der englischen Sprache nicht gibt, mit deren Gebrauch wir uns aber lächerlich machen. Unsere Sprache verliert dadurch ihre Fähigkeit, sich durch neue Wortprägungen der Moderne anzupassen.
Was wir tun
Wir setzen uns überall und unablässig für die Ziele der Aktion Deutsche Sprache ein:
- Wir veranstalten in Hannover regelmäßig „Sprachtreffs“ mit renommierten Referenten und anschließenden Diskussionen. Gäste sind gern willkommen.
- Wir veranstalten Protestaktionen, beispielsweise im Hauptbahnhof Hannover, wo es von Anglizismen und Kauderwelschausdrücken nur so wimmelt, oder im Amtsgericht Hannover, wo wir verhindert haben, daß entgegen Recht und Gesetz die Auskunftsstelle in „Service point“ umbenannt werden sollte (vgl. § 184 Gerichtsverfassungsgesetz: Die Gerichtssprache ist deutsch).
- Wir zeigen in einem Firmennamen- und Schaufenster-Fotowettbewerb, daß ideenreiche deutsche Firmennamen in Handel, Handwerk und Dienstleistungen sowie herausragende deutsche Schaufensterwerbung auch mit der deutschen Sprache einprägsame Unternehmens-bezeichnungen gefunden und Kunden vor die Schaufenster gelockt werden können. Eine Wanderausstellung dokumentiert den Fotowettbewerb und wird in deutschen Städten gezeigt.
- Wir beteiligen uns am jährlich im September stattfindenden „Tag der deutschen Sprache“ in der Innenstadt Hannovers mit einem Informationsstand und Aufklärungsaktionen, und wir richten in Hannover und in umliegenden Städten der Region auf besonders belebten Plätzen Informationsstände ein, an denen wir mit Faltblättern, Broschüren und anderem Material auf unsere Ziele hinweisen.
- Wir haben das „Sprachbündnis Hannover“ geschaffen und pflegen damit in unserer Region die Verbindung zu bekannten Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, die unsere Bestrebungen unterstützen, aber nicht Mitglieder der ADS sind.
- Wir pflegen Kontakte zu maßgeblichen Politikern, interessierten Abgeordneten und Ministerien, um sie für unsere Vorhaben und Ziele zu gewinnen. Dabei geht es uns insbesondere um die Förderung der deutschen Sprache im Schulunterricht, aber auch um die Vermeidung unnötiger Anglizismen in der Amts- und Behördensprache (§ 23 Verwaltungs-verfahrensgesetz: Die Amtssprache ist deutsch).
- Zu den Wahlen fordern wir Parteien und Kandidaten in „Wahlprüfsteinen“ auf, zur Erhaltung und Förderung der deutschen Sprache Stellung zu nehmen.
- Die ADS arbeitet eng mit der Neuen Fruchtbringenden Gesellschaft zu Köthen/Anhalt, dem ältesten deutschen Sprachverein, zusammen. ADS-Vorsitzender Dr. Neemann ist dort gleichzeitig zweiter Vorsitzender
Wir verstehen uns auch als Anwalt derer, die kein Englisch können oder wegen unzulänglicher Beherrschung der englischen Sprache ausgegrenzt werden und Schwierigkeiten haben, am modernen Leben teilzuhaben. Wir wenden uns bei unseren Aktionen nur gegen die unkritische Übernahme von Anglizismen und Amerikanismen, denn wir sind nicht gegen ein Fremdwort, das eine Lücke füllt. Wir sind auch nicht gegen die englische Sprache. Wir sind gegen die Vermischung:
Entweder richtig deutsch oder richtig englisch.
Ob als aktives oder als passives Mitglied oder als Förderer – in der Aktion Deutsche Sprache sind Sie jederzeit herzlich willkommen.